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Antonia Schmiedleitner

Jungköchin im Takt der Natur

Mit einem strahlenden Lächlen und top motiviert begrüßt uns Antonia Schmiedleitner, Jungköchin im Restaurant Litzlbergerkeller in Seewalchen am Attersee. Kochen ist ihre Leidenschaft, bei der sie sich gerne auf Details konzentriert und sich manchmal auch darin verliert. Bei der Gestaltung der Speisekarte geben im Litzlbergerkeller die Jahreszeit sowie regionale und saisonale Zutaten die Richtung vor. Ideen für die Zukunft des Traditionshauses hat sie viele, für das ideale Rüstzeug dazu studiert sie nebenbei in Salzburg Innovation & Management im Tourismus. Für Frauen in der Gastronomie hat sie einen einfachen Rat.

Warum haben Sie sich für die Küche und nicht für das Service entschieden?

Für mich persönlich ist die Küche viel sexier. Natürlich ist ein gutes freundliches Service extrem wichtig, aber in der Küche erschafft man etwas: Man nimmt Rohstoffe und kann aus ihnen etwas Neues kreieren. Am meisten liebe ich genau das in der Küche, was für viele das Undankbarste ist. Ich liebe es, kleine Gerichte zu kreieren, wo man auf jedes Detail achten muss. Ich liebe Details!

Wie wichtig ist Ihnen Qualität?

Sehr wichtig! Generell gilt in unserem Hause immer das Prinzip der regionalen und saisonalen Küche. Die Natur und die Jahreszeit bestimmen, was es bei uns auf der Karte gibt. Aber auch der respektvolle Umgang mit Lebensmitteln ist uns wichtig. Wenn ich zum Beispiel weiß: Ich habe heute nur mehr einen frischen Saibling im Haus und morgen ist das Restaurant geschlossen, dann ist der Saibling am heutigen Abend nach einer Portion aus. Wir arbeiten in erster Linie mit dem, was da ist.

Was gehört für Sie zu einem guten Essen dazu?

Guter Wein, gute Gesellschaft aber vor allem auch guter Service. Guter, freundlicher Service sind für mich ein wesentlicher Wohlfühlfaktor. Wenn man sich wohlfühlt, konsumiert man gerne, bleibt länger und kommt auch gerne wieder. Kurz gesagt: „Der Terroir muss einfach stimmen.“ Dieser Begriff stammt aus dem Weinanbau. Er beschreibt das Zusammenspiel und den Einfluss zwischen der landwirtschaftlichen Tätigkeit des Menschens und den Bedingungen der Natur. Für das perfekte Essen muss auch alles stimmen. Die Rohstoffe, aus denen das Gericht zubereitet ist, aber auch der Wein, das Ambiente, das Licht, der Service und einfach alles drum herum.

 

Kochen in der gehobenen Gastronomie ist eine Männerdomäne - Haben Sie einen Tipp für Jungköchinnen?

Der Umgangston in manchen Küchen ist rauer, das schreckt viele Frauen ab. Ich kann nur sagen: Seid mutig, lasst euch nichts gefallen! Just do it. Auch wenn der Beruf nicht typisch ist für eine Frau, egal welche Sparte: Einfach nicht aufgeben.

Interview: Tourismusverband Attersee-Attergau, Simone Süß mit Antonia Schmiedleitner.

Steckbrief

Antonia Schmiedleitner

Ausbildung:
Tourismusschule in Klessheim

Wichtige Stationen:
Restaurants in Velden,
Midsummer House (2 Michelin Sterne)
in Cambridge,
seit zwei Jahren Teil des Litzlberger Küchenteams

Kochstil:
Traditionelle Küche auf Basis regionaler Zutaten modern interpretiert.

Gastgeberin im:
Litzlbergerkeller, in Seewalchen am Attersee


Die Natur und die Jahreszeit bestimmen, was es bei uns auf der Karte gibt. Aber auch der respektvolle Umgang mit Lebensmitteln ist uns wichtig. Wenn ich zum Beispiel weiß: Ich habe heute nur mehr einen frischen Saibling im Haus und morgen ist das Restaurant geschlossen, dann ist der Saibling am heutigen Abend nach einer Portion aus. Wir arbeiten in erster Linie mit dem, was da ist.
Antonia Schmiedleitner, Jungköchin in Seewalchen am Attersee

Was sind die Hauptzutaten für echten Genuss?

Genusshandwerker in der Region Attersee-Attergau

Hochwertige Zutaten werden von den KöchInnen in der Region Attersee-Attergau zu köstlichen Gerichten veredelt. Innovative Geschmackskombinationen machen Lust auf mehr. Der Koch ist zum Künstler geworden. Viele behaupten, die Grundzutaten beim Kochen sind Liebe und Persönlichkeit. Was steckt hinter dem Beruf Koch und woher kommt ihre Leidenschaft?