ASVÖ King of the Lake

47,2 Kilometer spektakuläre Streckenführung rund um den malerischen Attersee

Europas größtes Rad-Zeitfahren hautnah erleben!
King of the Lake

Der ASVÖ King of the Lake ist Europas einzigartiges Einzelzeitfahren rund um den Attersee – schnell, anspruchsvoll und landschaftlich atemberaubend. Jährlich lockt das Rennen hunderte Athletinnen und Athleten sowie zahlreiche Zuschauer ins Salzkammergut.

Interview mit Erwin Mayer – 15 Jahre King of the Lake

Zum 15-jährigen Jubiläum des King of the Lake haben wir mit Erwin Mayer, Obmann des Radsportvereins Atterbiker und Organisator des Rennens, gesprochen. Er erzählt, wie alles begann, welche Momente ihn besonders geprägt haben und was das Erfolgsrezept des heute größten Zeitfahrens Europas ist.

Der King of the Lake feiert 2025 sein 15-jähriges Jubiläum – wie ist die Idee damals entstanden?

Die Idee entstand ganz simpel – bei Biertischgesprächen von radbegeisterten Einheimischen und Vereinsleuten. Es wurde wild diskutiert und spekuliert: „In welcher Zeit schaffe ich eine Attersee-Umrundung mit dem Fahrrad?“
Daraus entstand der Gedanke: Wenn wir ein Zeitfahren machen, hätten wir die Antwort schwarz auf weiß! Aus dem 2006 gegründeten Verein der „Atterbiker“, eine Gruppe aus Radrennfahrern, entstand vor 15 Jahren der King of the Lake. Das war die Geburtsstunde des heute größten Zeitfahrens auf diesem Kontinent.

Von den Anfängen bis heute: Wie hat sich der Bewerb entwickelt?

Prächtig! Das Rennen war von Anfang an beliebt und alle 15 Jahre in Folge ausverkauft. Begonnen haben wir mit rund 300 Startern, die noch mitten im Straßenverkehr unterwegs waren. Heute – mit über 1.400 Teilnehmern – wäre das natürlich nicht mehr möglich. Aus Sicherheitsgründen wird die Straße während des Rennens gesperrt.

Mittlerweile sind wir mit einer Teilnehmerzahl von 1.416 Startern sogar Rekordhalter und dürfen den King of the Lake stolz als Europas größtes Zeitfahren bezeichnen. Und trotzdem stehen jedes Jahr noch rund 1.500 RadsportlerInnen auf der Warteliste.

Mittlerweile gilt das Rennen als größtes Zeitfahren Europas. Was macht aus deiner Sicht den besonderen Reiz aus?

Es ist eine einzigartige Kombination: die traumhafte Kulisse von See und Bergen, oft warmes Herbstwetter, die komplett gesperrte Uferstraße – und natürlich die Länge der Strecke. Mit 47 Kilometern passt sie perfekt, um von guten Radfahrern in etwa einer Stunde absolviert zu werden.

Gerade diese „Stunde“ ist unter Rennradfahrern ein wichtiger Benchmark, fast wie ein Feldtest. Viele wollen wissen, ob sie es schaffen, die Atterseerunde in einer Stunde zu bewältigen. Das macht den besonderen Reiz unseres Rennens aus.

Welche Rolle spielt der Attersee bzw. die Region Salzkammergut für die Veranstaltung?

Eine sehr große. Würde dieses Rennen irgendwo im Flachland stattfinden – ohne die landschaftliche Schönheit und die Kulisse – wäre es niemals so erfolgreich geworden. Der Attersee (als größter Binnensee Österreichs) macht den King of the Lake zu dem, was er ist.

Gibt es einen Moment oder eine Geschichte aus den letzten Jahren, die dich besonders berührt hat?

Ja, ein Schlüsselmoment war, als die damalige Tourismusobfrau Eva Knoll damals die Straßensperre durchgesetzt hat. Das war ein großer Schritt und hat den Weg für den heutigen Erfolg des Rennens geebnet. Ohne diesen Einsatz hätten wir den King of the Lake in seiner heutigen Form nicht.

Was steckt eigentlich hinter den Kulissen, um so ein Event möglich zu machen?

Extrem viel Arbeit – das ganze Jahr über. Und die Bereitschaft, immer alles noch ein Stück besser machen zu wollen. Unser Standardsatz im Team lautet: „Pauh hey, des wär aber cool …“ – und meistens setzen wir es dann auch um.

Unser Erfolgsrezept ist die Leidenschaft und die Liebe zum Detail. Das Organisationskomitee besteht aus sechs bis acht Personen, die ganzjährig feilen, dazu kommen rund 20 Hauptverantwortliche für einzelne Bereiche – und am Renntag selbst über 300 Helferinnen und Helfer inklusive Polizei, Rettung und Feuerwehr. Alle zusammen machen dieses Event erst möglich.

Worauf freust du dich beim diesjährigen King of the Lake besonders?

Auf 1.400 zufriedene Teilnehmerinnen und Teilnehmer – und die Party danach beim Herbstfest, das für uns fast wie ein Erntedankfest ist. Für uns ist es die schönste Belohnung, in die glücklichen Gesichter der Radsportler zu sehen. Diese Wertschätzung macht den ganzen Aufwand am Ende mehr als bezahlt.

Was motiviert dich persönlich, Jahr für Jahr mit so viel Energie dieses große Event zu organisieren?

Unsere Motivation ist, dass wir etwas Einzigartiges geschaffen haben – eine echte Marke. Der King of the Lake ist unser Baby, das wir Jahr für Jahr hegen und pflegen. Darauf sind wir unglaublich stolz.

"Hinter dem King of the Lake steckt ein ganzes Jahr Arbeit, über 300 Helfer:innen und vor allem Leidenschaft und Liebe zum Detail.“

Erwin Mayer (Obmann „Atterbiker“ & Organisator „King of the Lake“)

Interview mit Teilnehmerin Victoria Achtig

Neben den Profis und erfahrenen Zeitfahrer:innen sind es oft die ganz persönlichen Geschichten, die den King of the Lake so besonders machen. Eine davon erzählt Victoria Achtig (32, aus Wien). Sie hat sich in den letzten Jahren mit viel Leidenschaft dem Radsport und Triathlon verschrieben. 2025 steht sie zum ersten Mal beim King of the Lake am Start.

Wer bist du, woher kommst du und wie ist deine Beziehung zum Radsport?

Mein Name ist Victoria. Ursprünglich komme ich aus Niederösterreich, doch durch mein Studium, meine Arbeit und schließlich auch meinen Ehemann hat es mich nach Wien verschlagen. Meine Leidenschaft für den Radsport habe ich vor rund fünf Jahren – also vergleichsweise spät – entdeckt. Seither ist sie jedoch ungebrochen und wird vor allem durch meine Begeisterung für den Triathlonsport immer wieder neu entfacht.

Wie hast du einen der begehrten Einzelstartplätze beim King of the Lake ergattert – und wie war der Moment, als du erfahren hast, dass du dabei bist?

Ich habe mich für den Lostopf angemeldet und habe mich sehr gefreut, als ich per E-Mail davon erfahren habe, dass ich tatsächlich einen Startplatz erhalten habe – immerhin sind rund 1.500 andere auf der Warteliste verblieben.

Was reizt dich am King of the Lake im Vergleich zu anderen Bewerben besonders?

Ich habe bisher nur Positives über das Event gehört und wollte unbedingt einmal selbst dabei sein. Da es mein erstes Einzelzeitfahrrennen ist, freue ich mich ganz besonders auf diesen Bewerb – auf die sportliche Herausforderung ebenso wie auf die Eindrücke entlang der wunderschönen Strecke rund um den Attersee.

Hast du eine persönliche Verbindung zum Attersee oder zur Region?

„Leider noch nicht – aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und wie könnte man eine Verbindung schöner aufbauen als durch ein Erlebnis wie dieses?“

Wie bereitest du dich auf die 47,2 Kilometer lange Strecke rund um den Attersee vor? Hast du dir ein spezielles Trainingsziel oder eine Zeit vorgenommen?

Ich nehme das Rennen vor allem als Vorbereitung auf meine diesjährige Teilnahme bei der Ironman World Championship in Kona auf Hawaii mit. Da ich mehrmals die Woche mit dem Rad fahre, ist der KOTL die ideale Gelegenheit, noch einmal die Form zu überprüfen. Ich habe mir keine bestimmte Zeit vorgenommen. Ich möchte das Rennen vor allem genießen und Spaß haben.

Nimmst du alleine am Rennen teil oder begleitet dich jemand bei diesem Erlebnis?

Ich nehme alleine am Rennen teil, werde aber von meinen größten Supportern – meinem Mann und meinem Papa – entlang der Strecke kräftig angefeuert.

Mit welchem Gefühl gehst du an den Start – eher mit Nervenkitzel, dem Fokus aufs Erlebnis oder sportlichem Ehrgeiz?

Es ist eine Mischung aus Vorfreude, sportlichem Ehrgeiz und Nervosität. Letzteres vor allem, weil es meine erste Teilnahme ist und ich hoffe, dass alles gut über die Bühne gehen wird.

Was bedeutet es dir, Teil des größten Zeitfahrens Europas am größten Binnensee Österreichs zu sein?

Es ist ein wirklich tolles Gefühl, dabei sein zu können, und ich freue mich sehr, heuer ein Teil von diesem ganz besonderen Event zu sein!

„Es ist ein tolles Gefühl, beim größten Zeitfahren Europas am größten Binnensee Österreichs dabei zu sein.“

Victoria Achtig aus Wien