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Lichtschutzpreis für „Wasser, Licht, Natur und Sternenhimmel am Attersee“

Steinbach am Attersee als Vorreiter: Die Gemeinde Steinbach ist einer der Preisträger der Landespreise für Umwelt und Nachhaltigkeit

Am 26. Juni 2019 wurden in Linz die Landespreise für Umwelt und Nachhaltigkeit feierlich von Landesrat Rudi Anschober überreicht. Die Gemeinde Steinbach am Attersee erhielt, ebenso wie die Gemeinde Berg im Attergau, für „Wasser, Licht, Natur und Sternenhimmel“ in einer Sonderkategorie den Lichtschutzpreis. Dieser wird vom Land Oberösterreich an Betriebe und Gemeinden verliehen, die besonderen Fokus auf den Einklang zwischen Mensch und Natur legen. In Zusammenarbeit mit der Universität Wien, Institut Astrophysik, wird gemeinsam versucht, Sternenparks zu realisieren.

Der Naturpark Attersee-Traunsee ist bemüht daran, sich bald zum Sternenpark dazuzuzählen. Gemeinsam mit dem Astronomischen Arbeitskreis Salzkammergut möchte dieser ein Projekt planen, welches hilft, die Dunkelheit des Nachthimmels weiterhin zu erhalten.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

Was sind Sternenparks überhaupt?

Sternenparks sind Lichtschutzgebiete, also Landschaftsschutzgebiete, die in der nächtlichen Dunkelheit als Schutzgut gesehen werden. Sie sind vor Lichtverschmutzung, auch Lichtsmog genannt, geschützt. Es gibt eine Vielzahl an Namen dieser Schutzgebiete, zwei davon sind Dark Sky Park und Sternenpark.

Sogenannte „Nachtlandschaftsschutzgebiete“ beschäftigen sich mit der Erhaltung der Dunkelheit, der natürlichen Nachtlandschaft sowie des Sternenhimmels.

Die Menschen benötigen nächtliche Beleuchtung auf Straßen, Wegen, bei Geschäften, Wahrzeichen und Märkten, aber auch Werbetafeln werden gerne beleuchtet. Doch dieses Licht hilft nicht nur, sondern es reflektiert in den Nachthimmel über Orte und Städte. Diese Lichtverschmutzung sorgt für mehr Kosten in den Gemeinden und Städten. Hinzu kommt, dass sich der Nachthimmel aufhellt oder gar verschwindet. In Ballungszentren entsteht so eine fast immerwährende Dämmerung.

Die Gemeinde Steinbach am Attersee ist darum bemüht, dass genau das nicht eintrifft. Deshalb werden die neuesten Erkenntnisse in der Beleuchtungstechnik genutzt, um die Lichtverschmutzung nachhaltig zu verringern.

Ein weiteres wichtiges und gleichzeitig topaktuelles Thema, das mit der Lichtverschmutzung einhergeht ist das Insektensterben. Bestäuber können durch das Licht entweder die Orientierung verlieren, oder im schlimmsten Fall daran sterben. Zwar sind Bienen nicht nachtaktiv, aber die Lichtverschmutzung bewirkt die Abnahme von 62 Prozent der Bestäubungsleistung der Bienen. Besonders betroffen sind Wildbienen und Schmetterlinge, aber auch Vögel leiden immens unter der Einwirkung der Lichtverschmutzung. Gerade Insekten bilden die Futtergrundlage für das Ökosystem, sie tragen aber auch zur Bodenfruchtbarkeit bei und sind für die Bestäubung der Bäume zuständig. Davon sind auch Österreich und die heimische Landwirtschaft betroffen. Deshalb hat die oberösterreichische Landesregierung mit der österreichischen Bundesregierung die Petition „Rettet die Bienen Petition für den Schutz von Böden und Artenvielfalt“ gestartet.

Der Gemeinderat von Steinbach am Attersee hat die oberösterreichische Landesregierung, die österreichische Bundesregierung sowie die EU-Kommission im Zuge einer Resolution dazu aufgefordert, ein Maßnahmenprogramm für Artenvielfalt und Insektenschutz umzusetzen. Die Schwerpunkte, die hierbei gesetzt werden, sind die schrittweise Verringerung des Pestizideneinsatzes und ein Verbot von Bienengiften.